Malicek und Gfeller verlassen den EHC

      vanitas schrieb:

      Ich glaube einfach das jeder der es im Verein wagt eigene Ideen oder Kritik an zu bringen unerwünscht ist.
      Das hat mit Jörg Schaffner an gefangen da wurde die Begründung warum er den Verein verlässt auch falsch dargestellt und das weiss
      jeder der an der GV war auch.

      Es ist zwar das gute recht der verantwortlichen sich von Leuten zu trennen aber dann sollte man dies
      auch offen und ehrlich begründen weil die Art und weisse wie dies jetzt wieder geschehen ist, ist einfach Respektlos und stellt dein Verein
      in ein sehr schlechtes licht.

      Schade wirklich schade das man in Basel nie schlauer wird oder aus Fehlern seine lehren zieht :c010:


      Ich fürchte, du bringst es damit ziemlich auf den Punkt. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich anfangs letzter Saison sowohl emotional als auch als Matchbesucher vom EHC verabschiedet habe. Dies nach 30 Jahren als treuer Supporter. Man lernt beim EHC nicht aus der Vergangenheit und wiederholt geduldig exakt dieselben desaströsen Fehler, die den Verein schon früher mehrfach in den Abgrund getrieben haben. Man hatte noch nie und hat auch heute noch keine Führungscrew, welche einerseits fest in Basel verwurzelt ist, andererseits die notwendige Eishockey-Kompetenz mitbringt, und schlussendlich sowohl als Person als auch professionell die notwendige Erfahrung und Kompetenz mitbringt, um einen Eishockey Verein erfolgreich zu führen. Nein, Herr Preiswerk, man kann einen Sportverein nicht einfach wie eine Bankfiliale schliessen, wenn man "überraschenderweise" nicht genügend rentabel ist. Nein, Herr Gerber, man kann einen Trainer oder Spieler nicht einfach zur Reparatur in die Garage abschleppen, wenn sie nicht richtig funktionieren.

      HPG und seinen Enthusiasmus in Ehren, aber ihm fehlt in jeglicher Hinsicht sowohl Eishockey-Kompetenz als auch Führungskompetenz. Das naive Gefasel vom schnellen Wiederaufstieg in die NLB, ja sogar die NLA hat man in den Mund genommen, das gab mir schon letztes Jahr den Rest. Nun entlässt man auf beschämende Art und Weise Spieler, wenn man wahrscheinlich besser stattdessen den Trainer gewechselt hätte. Ah, ein weiteres Deja-vu? Da war doch mal, in der NLA, ein Machtkampf zwischen Trainer Ruhnke und den Spielern Heins und Landry. Die Clubführung hat sich entschieden, seine zwei besten Spieler zu entlassen und am umstrittenen Trainer festzuhalten. Das war bekanntlich der Knackpunkt und Auslöser der darauf folgenden sportlichen Katastrophe, die uns via die brotlose NLB nun wieder ins Niemandsland der 1.Amateurliga katapultiert hat. Und auch daraus hat man nichts gelernt ... ich muss leider befürchten, dass man sich eher bald wieder in der 2.Liga wiederfindet als in absehbarer Zeit wieder in der NLB.

      Mein Fazit aus den letzten 30 Jahren ist mittlerweile die totale Resignation. Es gibt in Basel kaum eine Chance auf nachhaltigen Eishockey-Erfolg. Das liegt nicht am FCB, es liegt nicht am angeblich mangelnden Zuschauer-Interesse (welches beim richtigen "Produkt" garantiert vorhanden wäre), es liegt auch nicht pauschal am Trainer, und es liegt nicht einmal an der zu lange vernachlässigten Juniorenbewegung. Es liegt am konstanten Fehlen einer geeigneten und kompetenten Führungscrew. Hätten wir in der Vergangenheit keine Clowns wie Geiger, Schwarz oder Preiswerk gehabt, sondern einen B.Heusler des Eishockeys, dann hätten wir auch dieses Jahr wieder eine tolle NLA Saison vor uns.

      Ich hoffe sehr, dass es hier noch genügend Leute gibt, die im Gegensatz zu mir den Optimismus noch nicht verloren haben. Denn ansonsten gehen die Lichter schneller aus als allen lieb ist. Aber ich sehe leider auch unter der aktuellen Führungscrew viel zu viel von dem, was den Verein auch schon früher immer weiter ins Elend getrieben hat.
      Meiner Meinung nach hat ein Präsi rein gar nichts in der Kabine verloren. Schon gar nicht während einem spiel. (Ich Persönlich habe es gehasst wenn unser Präsi in der pause zu uns gekommen ist).Er soll sich um den Verein kümmern und hinter seinem Team und dem Verein stehen für das er Verantwortlich ist. Das ist sein job und dafür hat er zu sorgen. Der Verein steht über allem. Und vor allem muss so einer Eier haben. Alles andere geht gar nicht.Da läuft leider einiges schief und ist alles andere als Professionell.
      Die beiden letzten Kommentare treffen es auf den Punkt!!! Trotzdem ich unterstelle HPG keine böse Absicht...ich glaube er war einfach zu angefressen und wollte mit dem Gang in die Kabine retten was zu retten war...emotionale Entscheidungen sind hier aber leider nicht gefragt...ich muss es nochmal sagen...stimmt die Leistung nicht und dazu noch das Teamgefüge müssen in 99% aller Fälle die Trainer gehen...nur in Basel ticken die Uhren anders...ich würde ja nichts dagegen sagen hätte uns das bisher auch nur einmal in die Erfolgsspur statt in den Schlamassel geführt....
      Nein, HPG ist kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil. Ich bewundere es zutiefst und ziehe meinen Hut, dass er nach Preiswerks unsäglichem Abgang geblieben ist und bereit war, etwas neues aufzubauen. Sensationell, und meinen herzlichsten Dank für so eine grossartige Verbundenheit mit dem Verein!

      ABER, leider genügt guter Wille alleine nicht, wenn die erforderlichen Kompetenzen fehlen. Auch Preiswerk war kein schlechter Mensch. Er war mit viel Herzblut bei der Sache und hat alles aus seiner Sicht mögliche versucht, um den Erfolg nach Basel zurück zu bringen. Leider hat er bis zum letzten Tag nie verstanden, dass man einen Sportverein komplett anders führen muss als eine Bankfiliale.

      Diese Konstellation führt dann auch schnell dazu, dass sich diese Personen bald einmal gekränkt fühlen von der andauernden Kritik aus dem eigenen Lager, obwohl sie aus ihrer Sicht ja so viel Energie in den Verein stecken (was sie auch tun!). Preiswerk hat sich ja regelmässig darüber beklagt. Letzten Endes wird der EHC so den Erfolg aber höchstens zufällig finden. Um all das zu ändern, müsste jemand mal 2-3 Personen hervorzaubern können, welche die notwendigen Kompetenzen und auch den Enthusiasmus für diesen Verein haben. Leider habe ich langsam den Glauben daran verloren, dass es solche Personen gibt.
      Zu stur/stolz eigene Fehler zuzugeben und diese rechtzeitig zu korrigieren oder zu wenig Fachwissen über Eishockey/Sportverein/Fans/Zuschauer diese Fehler überhaupt zu erkennen.
      Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers (Gustav Mahler 1860-1911)
      Liebe Visionäre, liebe Freunde des Basler Eishockey

      Die gestrige Meldung über den sofortigen Rücktritt von Leandro Gfeller und David Malicek hat für einige Diskussionen im Forum und den Medien gesorgt. Gemäß Christian Müller haben "Leo" und "Mulle" den Verein auf eigenen Wunsch verlassen und der EHC hat ihre persönliche Entscheidung akzeptiert. Es war also kein Entscheid vom EHC Basel, dass sie den Verein verlassen müssen. Auch habe die Trennung nichts mit den Vorfällen in Aarau zu tun. Es sind offenbar in den letzten Wochen einige Sachen vorgefallen. Es ging dabei laut Christian Müller um "fehlenden Respekt." Er kenne nicht von allen Vorfällen die Details. Diese sollen aber in der Kabine bleiben und sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt", so Müller weiter.

      Vize-Präsident Müller findet die beiden "charakterstarke, gute Jungs". Dabei sei auch klar, "dass bei solchen Abgängen das Herz schmerzt." Man hofft nun beim EHC, dass andere Spieler in ihre Fußstapfen treten werden. Heute Abend in Thun wird Paolo Morini aus Olten die Basler verstärken. Ein weiterer Spieler wird in den nächsten Wochen noch zur Mannschaft stoßen.

      Ohne die genaueren Details zu kennen, sind hier offensichtlich die Emotionen nicht nur auf dem Eis sondern auch ausserhalb etwas zu hoch gekocht. In den meisten Fällen bedauert man mit etwas Abstand unüberlegte Aussagen oder Gesten. Es wäre zu wünschen, dass sich die Parteien an einen Tisch setzen würden und die Probleme sachlich ausdiskutieren. Jeder macht Fehler. Die Türe muss für Beide offen bleiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dr Beobachter“ ()

      Und aus dieser langen Liste dürfte sich auch der einte oder andere mit Salmik und/oder Gerber verkracht haben und den Verein auf eigenen Wunsch verlassen haben. Das ist ja fast ein Kommen und Gehen wie bei Christian Constantin... wo soll das noch hinführen ???

      Abgänge:
      Benjamin Hohlbaum (Rücktritt)
      Guy Reimann (Rücktritt)
      Marvin Frunz (Rheinfelden)
      Thomas Keller (Rheinfelden)
      Marc-Andrea Lenz (Rheinfelden)
      Gian-Reto Lenz (Rheinfelden)
      Philipp Lenz (Rheinfelden)
      André Dintheer (Rheinfelden)
      Kenneth Steiner (Rheinfelden)
      Louis Maillard Rheinfelden)
      Dominik Müller (Zunzgen-Sissach)
      Gregory Cantamessi (?)
      Thomas Frehner (?)
      Luca König (Rücktritt)
      Stephan Hermkes (?)
      Freddy Stalder (Rücktritt)
      Guillaume Jeanrenaud (HC Moutier)
      Cyrille Scherwey (EHC Olten)
      Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers (Gustav Mahler 1860-1911)

      ice-h-okay schrieb:

      Nein, HPG ist kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil. Ich bewundere es zutiefst und ziehe meinen Hut, dass er nach Preiswerks unsäglichem Abgang geblieben ist und bereit war, etwas neues aufzubauen. Sensationell, und meinen herzlichsten Dank für so eine grossartige Verbundenheit mit dem Verein!


      Vielleicht sollte man genau das auch einmal hinterfragen... Ist alles so wie es nach Aussen hin scheint? Oder rennen hier alle wie Lemminge einem einzelnen in den Abgrund hinterher?

      Alles wird hier laufend kritisch hinterfragt, ausser genau einer Personalie...
      “To do nothing at all is the most difficult thing in the world, the most difficult and the most intellectual” - Oscar Wilde
      Offenbar hat das Schicksal bestimmt, dass der EHC und seine Fans noch nicht genug Dreck gefressen haben!
      :evil:
      Wenn der EHC Schlüsselspieler einfach so per SMS gehen lässt, dann ist das schlicht und ergreifend eine Bankrott-Erklärung: So langsam bekomme ich das Gefühl, dass sich im Vorstand ein übler Virus eingenistet hat, der den Namen trägt "Wie weit bekommen wir den EHC noch hinunter?".
      Ich will keinem etwas Böses unterstellen (dazu sehe ich auch zu wenig hinter die Kulissen), aber ich sehe kein bisschen Ansatz, dass sich irgendwo im Fanionteam etwas Positives entwickelt: Geht's mal ein Schrittchen vor, geht's nachher garantiert wieder zwei zurück!
      Im Moment habe ich echt eine Krise ... :c010:
      Ja eigentlich ist dieses Rausschmeissen von Spielern eine ganz schlaue Taktik des EHC's. Denn wenn die Mannschaft schliesslich auf 2 Spieler pro Linie reduziert ist dann klappt auch endlich das Zusammenspiel in Salmik's Mannschaft... :_smilie_526:
      Ein gewisser Forum User namens droopy wird dann sicher einwenden dass bei nur noch einer Anspielstation die Taktik und das System sich von selbst ergeben und es zu keinen Missverständnissen mehr kommen kann, dann werde ich sagen dass man es gewissen Nörglern nie recht machen kann... :c010:
      Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers (Gustav Mahler 1860-1911)